Schattenmenschen
von Andre Bester

Sie sitzen mit den Rücken an Häusern und Wänden
mitten in der Stadt.
Sie starren Dich an und bitten um eine milde Gabe
und kleine Spende,
keine Frage, die meisten sind am Ende.

Sie haben nichts mehr zu verlieren,
kennen kein Schamgefühl.
Sie sitzen da mit bettelnden Hand,
Landstreicher, obdachlose Vagabunden,
auch Schattenmenschen genannt.

Schau in ihre Gesichter, dann siehst Du
Verzweiflung und Not,
blicke in ihre Augen und Du wirst sehen,
ihre Seelen sind tot.
Schau in ihre Gesichter, dann siehst Du
Verzweiflung und Not,
blicke in ihre Augen und Du wirst sehen,
ihre Seelen sind tot.

Schattenmenschen werden sie genannt,
sie sind ausgegrenzt, ohne Chance
in unserem Land.
Viele sind jung, einige alt,
doch was hat das schon zu sagen,
die meisten berühren nicht mal unsere Herzen,
sie lassen uns kalt.

Sie sitzen mit den Rücken zur Wand,
betteln Dich an, kleine Spende, milde Gabe,
hab’ kein Dach über dem Kopf, keine Habe,
Landstreicher, obdachlose Vagabunden,
auch Schattenmenschen genannt.

Ihr Stolz ist gebrochen, sie haben kein
Schamgefühl mehr, die Not zwingt sie,
in den Straßen zu sitzen.
Manche haben nur das, was sie tragen,
sie gehören alle zu den Armen.

Schau in ihre Gesichter, dann siehst Du
Verzweiflung und Not,
blicke in die Augen, Du wirst sehen,
ihre Seelen sind tot.
Schau in ihre Gesichter, dann siehst Du
Verzweiflung und Not.
Es werden immer mehr.

Andre Bester


 

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