Hafenlieder
von Josef Hirschböck

drei weiße lichterschlangen
an welken laternen gehangen
schlängeln durch ein schwarzes bett
um nasse bojen, kalte kämme,
breite fahle stille fächernd- weg,
wenn morgenlicht den strom abdreht.

an drei gläser rotem edelstein
hängen hände salzgegerbt
vom krieg versehrt, mit sich allein
und unbegehrt in langen nächten
stolpern sie in neue morgen
bis zum fall in tiefe schächte.

drei blauen booten stummt
fest vertäut im sternenhagel
gesalznen schmerz der nagel
ins gebein; nachtlicht vermummt
ihre hölzernen bäuche, in die morgens
mit langen stiefeln der fischer tritt.

Josef Hirschböck


 

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